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Die besten Ökomanagement NÖ Umweltprojekte 2026

Beim niederösterreichischen Ökomanagement-Tag 2026 am 10. Juni 2026 im HypoNÖ Panoramasaal wurden insgesamt 60 Beratungsprojekte, im Bereich Umwelt- und Klimaschutz der letzten 2 Jahre ausgezeichnet. Zusätzlich wurden sechs Organisationen als Best-Practice Beispiele prämiert.
alle Fotos: c_Tanja Wagner

Gesamtfoto:

Preisträger beim ÖM NÖ Tag

 Offizieller Pressetext:

LH-Stv. Pernkopf: „In Niederösterreich sinken die Emissionen und wächst die Wirtschaft“

St. Pölten (OTS) – 

Beim Ökomanagement-Tag 2026 in St. Pölten wurden Best-Practice-Beispiele im Bereich Umwelt- und Klimaschutz ausgezeichnet. Ökomanagement NÖ unterstützt mit geförderten Beratungen Unternehmen und Gemeinden Energie einzusparen und alternative Energiesysteme einzusetzen.

Im Rahmen der Veranstaltung kürte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf gemeinsam mit dem Präsidenten der Wirtschaftskammer NÖ, Wolfgang Ecker, hervorragende niederösterreichische Projekte aus den Förderprogrammen Ökomanagement NÖ und der Ökologischen Betriebsberatung in der WKNÖ. Maßnahmen mit Vorbildwirkung von Unternehmen, Gemeinden und gemeinnützigen Organisationen wurden so ins Rampenlicht gestellt.

„Betriebe und Gemeinden haben es gerade nicht leicht, daher kämpfe ich für jede Entlastung. Mit dem Beratungsprogramm machen wir ihnen das Leben und Wirtschaften ein Stück leichter,“ betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. „In Niederösterreich sinken die Emissionen und wächst die Wirtschaft. Denn der Ausbau der heimischen Energie und die Einsparungen beim Verbrauch helfen nicht nur der Umwelt, sondern vor allem den Betrieben selbst. Wer Strom spart, spart Kosten. Und wer Erneuerbare Energie ausbaut, erhöht die Unabhängigkeit von unsicheren Weltregionen.“

Spezielle Energieberatungen für Betriebe werden im Rahmen der Ökologischen Betriebsberatung ausschließlich von der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ) abgewickelt. Für WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker der richtige Schritt: „Nachhaltiges Wirtschaften ist für unsere Betriebe kein Selbstzweck, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Wer Energie und Ressourcen effizient nutzt, senkt Kosten, stärkt seine Zukunftsfähigkeit und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Mit unserer Ökologischen Betriebsberatung unterstützen wir die Unternehmen dabei ganz konkret – praxisnah, gefördert und direkt vor Ort. Gleichzeitig braucht es die richtigen politischen Rahmenbedingungen: einen raschen Ausbau der erneuerbaren Energien, leistungsfähige Netze und faire Wettbewerbsbedingungen. Denn nur wenn Ökologie und Ökonomie gemeinsam gedacht werden, können unsere Betriebe auch in Zukunft erfolgreich wirtschaften.“

Schwerpunkt-Thema beim diesjährigen Ökomanagement-Tag war die Frage, wie Energiepreis, Energieverfügbarkeit und erneuerbare Energien über den Erfolg von Unternehmen entscheiden. Sowohl Alfons Haber, Vorstand der E-Control, als auch Gerhard Christiner, Vorstand der Austrian Power Grid, gingen dieser Frage in ihren Keynotes nach. Denn Energie ist für die niederösterreichischen Unternehmen längst mehr als ein reiner Kostenfaktor. Leistbare Energiepreise, eine sichere Versorgung und der Ausbau erneuerbarer Energien sind entscheidende Voraussetzungen für Wettbewerbsfähigkeit, Planungssicherheit und wirtschaftlichen Erfolg. Gleichzeitig eröffnet die Energiewende neue Chancen: Durch Energieeffizienzmaßnahmen, moderne Technologien und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen können Betriebe ihre Kosten senken, ihre Unabhängigkeit stärken und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Eigenstromerzeugung und regionale Energielösungen schaffen dabei zusätzliche Stabilität in einem zunehmend volatilen Marktumfeld.

 

Die ausgezeichneten Ökomanagement NÖ Best-Practice-Projekte

 

Ökomanagement NÖ NON-PROFIT

  • Fernwärme St. Pölten GmbH
  • Benediktinerstift Altenburg

Ökomanagement NÖ WIRTSCHAFT

  • Metallbau Schinnerl GmbH aus Tulln

Ausgezeichnete Betriebe der Wirtschaftskammer NÖ

  • RW Serviceteam GmbH
  • Nikko Photvoltaik Gmbh
  • Bäckerei Richter Edwin Gustav

 

Information zu den Best-Pratice Projekten 

Fernwärme St. Pölten GmbH

V.l.: WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Erich Schieder, Florian Stromeyer, Stefan Denk, Anton Waxenegger, LH-Stv. Stephan Pernkopf

Maßnahmen:

  • ISO 14.001 Umweltmanagementsystem
  • Einführung ISO 14.001 Umweltmanagementsystem
  • Umstieg auf Ökostrom durch Ankauf und Inbetriebnahme des Wasserkraftwerkes Seglmühle   
  • Einsparung CO2 45.400,00 [kg/a] durch 200.000 kWh Ökostrom
  • Dekarbonisierung des Diesel-Hochdruckreinigers durch Umstellung von Diesel auf einen elektrischen Hochdruckreiniger
  • Wärmerückgewinnung: massive Erhöhung der Wärmerückgewinnung aus dem Brüdendampf, Einbau eines Wärmetauschers zur Reduktion des Brüdendampfes
  • Einsparung  -760.000,00 [kWh/a

Benediktinerstift Altenburg

V.l.: WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Floran Stadler,  Pater Michael Hüttl OSB und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf

Maßnahmen:

  • Das Projekt kombiniert eine leistungsstarke Photovoltaikanlage mit einem groß dimensionierten Stromspeicher und einer intelligent eingebundenen Wärmeversorgung zu einem ganzheitlichen Energiesystem
  • Die 135 Stellplätze wurden mit PV-Modulen überdacht, die eine Stromleistung von über 500 kWp erzeugen.
  • Maximierung der Eigenverbrauchsquote durch einen Stromspeicher mit einer Kapazität von 1.044 kWh
  • intelligentes Energiemanagementsystem: Deckung des aktuellen Strombedarfs, anschließend die Beladung des Speichers und Versorgung thermischer Verbraucher wie Heizsystem und Warmwasserbereitung, Einspeisung ins Netz bzw. in eine Energiegemeinschaft erfolgt abhängig von aktuellen Strompreisen sowie Wetterprognosen
  • Total Erneuerung der technischen Ausrüstung des Heizwerkes, bestehende Hackschnitzel-Heizungsanlage modernisiert

Schinnerl Metallbau GmbH Tulln

v.l.: WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Beraterin Sabine Liebminger Salicon Consulting, Petra Schinnerl, Angela Kornfeil und LH-Stv. Stephan Pernkopf

Maßnahmen

  • Photovoltaik-Anlage (712 KWp): Erzeugung von 643.000 kWh Strom, 58 % Eigenverbrauch, 87 t CO₂-Einsparung pro Jahr.
  • LED-Beleuchtung in Büro & Produktion: Spart 18,81 t CO₂ jährlich.
  • Wärmerückgewinnung aus Abluft: Optimiert den Energieverbrauch und senkt Heizkosten.
  • Kontrollierter Heizungseinsatz: Spart 24,7 t CO₂ jährlich
  • Installation Stromspeicher, 120 KW mit 450 KWh Speicherkapazität
  • CO₂-Einsparung, durch Stromspitzen Kappung keine Netzbelastung durch erhöhten Eigenbedarf
  • Gebäudesanierung Flachdachdämmung Aluminiumbau
  • Umstellung der Autogenanlage auf Propan-Gas
  • Elektrischer Fuhrpark: 10 E-Fahrzeuge sparen 14 t CO₂ pro Jahr.
  • E-Ladestationen für Mitarbeiter & Fuhrpark: Förderung umweltfreundlicher Mobilität.
  • Optimierte Transportlogistik: Kürzere Wege & geringere Emissionen.
  • Regionale Mitarbeiter & Homeoffice-Modelle: Reduktion von Anfahrtszeiten und CO₂-Ausstoß.
  • Verpackungsmaterial wird wiederverwendet: Reduktion von Abfall und Einwegverpackungen.
  • Maschinenreparaturen statt Neukauf: Eigene Techniker verlängern die Lebensdauer der Maschinen.
  • Wasseraufbereitung statt Plastikflaschen: Kein Einsatz von PET-Flaschen, weniger Plastikmüll.
  • Firmen-Garten mit Blumenwiese: Schafft Lebensraum
    für Insekten & fördert Biodiversität.
  • Installation von Händetrocknern, Einsparung von Restmüll
  • Getrennte Entsorgung der Beizpaste, hohe und geringe
    Konzentration in separaten IBC-Behältern
  • Nachhaltigkeit für unsere Mitarbeiter
  • 4-Tage-Woche & Gleitzeit: Mehr Flexibilität, bessere
    Work-Life-Balance.
  • Gesunde Ernährung: BIO-Mittagessen für alle Mitarbeiter
  • Und vieles mehr sowie auch noch in Umsetzung

Beratungsprojekte WKNÖ Ökologische Betriebsberatung

RW Serviceteam GmbH

V.l.: WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker,  Berater Peter Golzar , Robert Waldherr und LH-Stv. Stephan Pernkopf

Maßnahmen Kreislaufwirtschaft

Optimierung materialintensiver Produktionsprozesse

  • Reduktion von Verschnitt- und Abfallströmen (Ausbeute ~80 %)

Fokus auf Repair

  • Ausbau von Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungsleistungen
  • Verlängerung der Produktlebensdauer und Ressourcenschonung

Konzeption weiterer Maßnahmen (Share, Reduce)

  • Grundlage für geschlossene Material- und Energiekreisläufe

Einsparung

ca. 930 kg CO₂ bei Reparatur von 100 Schränke

NIKKO Photovoltaik GmbH

V.l.: WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Berater Werner Sellinger, Jakob Köstler und LH-Stv. Stephan Pernkopf

Maßnahmen: Naturnahe Firmengelände

 

Naturnahe Gestaltung eines neuen Firmenstandorts

  • Entsiegelung und versickerungsfähige Flächen auf 4.200 m²

Fokus auf Biodiversität & Mikroklima

  • 1.400 m² Naturflächen, 20 Bäume, Erhalt Nasswiese

Konsequentes Regenwassermanagement

  • Versickerung vor Ort, Nutzung als Brauchwasser
  • 0 m² Asphalt- und Betonflächen

Wirkung

Verbesserung Mikroklima und Biodiversitätr

Richter Edwin Gustav; Bäckerei Richter e.U.

V.l.: WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Richter Edwin, LH -Stv. Stephan Pernkopf

Maßnahmen: Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbar

  • PV-Anlage (105 kWp) & Elektrifizierung von Produktion und Mobilität

Fokus auf Prozessumstellung

  • Backofen von Öl auf Elektro (−70 % Heizöl, ~30 t CO₂)
  • Fuhrpark vollständig elektrisch (127.000 km)

Eigenstromnutzung

  • PV-Strom für Betrieb und Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur

Einsparung

ca. 67.000 kg CO₂/Jahr

Fotocredits: Tanja Wagner

Weitere Fotos und Informationen zu allen anderen Preisträgern sind ab Freitag 13:00 verfügbar. Für Fragen steht Ihnen Frau Mag. Petra Schwanzer zur Verfügung. Tel.: 0676-3523396

Kategorie EMAS

Gottwald GmbH & COKG, Elektro-Anlagenbau-Service aus Melk

V.l.: WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Bernadette Pachschwöll, Bernd Gottwald und  LH -Stv. Stephan Pernkopf

Maßnahmen:

  • Einführung Umweltmanagementsystem nach EMAS
  • Ressourceneffiziente Produktnutzung
  • Technische Stromsparmaßnahme (Energie) Strommonitoring
  • Überdachung Parkplatzflächen mit PV-Anlage 360 kWp
  • Optimierung der Anreise der Mitarbeiter: Zweirad-Infrastruktur verbessert
  • Einsparung CO2  rund 82 [t/a]

V.l.: WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Florian Weixelbraun, Beatrix Weixelbraun (beide Pacovis) und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf

Österreichisches Umweltzeichen Green Location

Hypo NÖ – Benkerwiese Verwaltungs- und Verwertungsgesellschaft m.b.H.

V.l.: WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Hypo Vorstand Wolfgang Viehauser und LH -Stv. Stephan Pernkopf

Österreichisches Umweltzeichen für Film Green Producing

Gebhardt Productions, Mödling

V.l.: WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Florian Gebhardt und LH -Stv. Stephan Pernkopf

Österreichisches Umweltzeichen Green Meetings und Events

Preisträger

  • teamtowork gmbh, Tulln
  • Schloss Hernstein
  • MÄRCHENSOMMER Niederösterreich, Poysdorf
  • Archäologische Kulturpark Niederösterreich Betriebsgesellschaft m.b.H., Petronell-Carnuntum
  • Universität für Weiterbildung, Krems
  • Institute of Science and Technology, Klosterneuburg
  • Kulturvernetzung Niederösterreich GmbH
  • NÖ Festival und Kino GmbH, Krems

Österreichisches Umweltzeichen für Tourismus

  • Nationalpark Donau-Auen GmbH
  • Hotel Graf GmbH in St. Pölten
  • Schloss Hernstein

Österreichisches Umweltzeichen Schulen

  • Mittelschule Ottenschlag
  • Volksschule Perchtoldsdorf, Sebastian Kneipp-Gasse
  • BG/BRG Baden
  • Gesund-Aktiv-Mittelschule Ravelsbach

Österreichisches Umweltzeichen für Produkte

Grassmann GmbH, Kirchberg an der Pielach

Maßnahmen:

  • Zertifiziert mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Green Events
  • Planung und Durchführung von Veranstaltungen nach den Österreichischen Umweltzeichen Kriterien

  • Das Team der Sommernachtskomödie Rosenburg berücksichtigte während der gesamten Organisation Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte:

  • Klimafreundliche Mobilität und Ernährung

  • Ressourcenschonung, Abfallvermeidung und –trennung

  • Soziale Teilhabe

     

Energieberatungen NON-PROFIT

  • Marktgemeinde Pitten
  • Marktgemeinde Ulrichskirchen-Schleinbach
  • Marktgemeinde Langenrohr
  • Marktgemeinde Brand-Nagelberg und Trachtenkapelle Brand
  • Marktgemeinde Orth an der Donau
  • Annaberger Liftbetriebs-Gesellschaft m.b.H.
  • Stadtgemeinde Laa an der Thaya
  • Marktgemeinde Orth an der Donau
  • Marktgemeinde Rabensburg
  • monochrom – Verein zur Förderung der selektiven Rezeptionsforschung im Sinne futurologischer Belange aus Tulln
  • Gemeinde Weinburg
  • Gemeinde Waidmannsfeld
  • Gemeinde Teesdorf
  • Benediktinerstift Altenburg
  • Gemeinde Kirnberg an der Mank
  • Marktgemeinde Windigsteig
  • Marktgemeinde Pöggstall
  • Marktgemeinde Waldkirchen an der Thaya
  • Gemeinde Alberndorf im Pulkautal
  • Stadtgemeinde Traismauer
  • Gemeinde Tattendorf
  • Marktgemeinde Grafenwörth
  • Marktgemeinde Weissenbach an der Triesting
  • Mittelschulgemeinde Retz
  • Marktgemeinde Obritzberg-Rust
  • Marktgemeinde Ziersdorf
  • Marktgemeinde Großrußbach

Freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung und Nachhaltigkeitsmanagement

  • SKAPA Recycling GmbH, Kottingbrunn
  • Hütte Klein-Reichenbach Ges.m.b.H.m, Kleinreichenbach
  • E. Mayr Reinigungstechnik Gesellschaft m.b.H., Vösendorf
  • Franz Blaha, Sitz- und Büromöbel Industriegesellschaft m.b.H., Korneuburg

Umweltmanagementsystem ISO 14001

  • KOSME Gesellschaft mbH, Sollenau
  • Sonnentor Kräuterhandelsgesellschaft mbH, Großgöttfritz
  • Schönhofer Bau GmbH, Purgstall
  • Schinnerl Metallbau GmbH, Tulln
  • Kahmann Frilla Lichtwerbung GmbH, Außenfurth
  • Textilveredelung Gmünd GmbH
  • Fischer Anlagentechnik GmbH, Pfaffstätten
  • Pacovis Österreich GmbH & Co KG, Stockerau
  • Fernwärme St. Pölten GmbH

Vorträge